LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2007

Der Ludwig-Bölkow-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern ist am 22.11.2007 in Greifswald von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel an das Rostocker Unternehmen Silicann Technologies GmbH und die Greifswalder Firma neoplas control GmbH verliehen worden. Beide Unternehmen zeichnet aus, dass aus ihren Ideen marktfähige Produkte entstanden sind. Die Wirtschaft des Landes MV braucht mehr dieser kreativen Köpfe.

Die Silicann Technologies GmbH erhielt den Preis für die Entwicklung neuer industrieller Sensoren. Die sogenannten „PCS-Farbsensoren“ bilden das menschliche Farbensehen technisch nach. Farbprüfungen in der Industrie – etwa bei der Qualitätskontrolle – können so fast nach „menschlichen“ Maßstäben getroffen werden.

Der zweite Preisträger, die neoplas control GmbH, hat ein neuartiges Lasersystem konstruiert, mit dem Messsysteme zur Prozesssteuerung verbessert werden können. Anwendungsbereiche der „Q-MACSysteme für Prozesssteuerung u. Spurengasanalyse“ sind die Halbleiterindustrie, die Umwelttechnik, die Medizin- und die Überwachungstechnik. Beide Unternehmen teilen sich das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Nordosten benötigt Spitzenverfahren und High-Tech-Produkte, mit denen sich das Land im globalen Wettbewerb dauerhaft abheben kann.

Den mit 2.000 Euro dotierten Ludwig-Bölkow-Nachwuchspreis erhalten die Rostocker Nils Einecke, Björn Kruse und Philipp Müller für ihr Projekt „Nanotechnik macht Schule“. Den Schülern ist es gelungen, Versuche zur Nanotechnologie für den schulischen Bereich mit einfachen Alltagsmitteln und in kurzer Zeit zu ermöglichen. Eine Anerkennung wurde Marian Lüder vom Institut für Nachrichtentechnik der Universität Rostock ausgesprochen. In der Studienarbeit „Stairmaster“ entwickelte sie ein System zur Aktivitätsmessung von Personen. In dem etwa 78 Gramm leichten, Streichholschachtelgroßen mobilen Gerät werden Bewegungsform, Bewegungsdauer und Bewegungsverhalten gespeichert.

Der Ludwig-Bölkow-Technologiepreis zeichnet Unternehmen und Personen aus, die sich um den erfolgreichen Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in die Wirtschaft in Form von Produkten, Verfahren oder technologische Dienstleistungen besonders verdient gemacht haben. Der Nachwuchspreis richtet sich an Schüler und Studenten. Mit dem Nachwuchspreis soll zugleich der Anreiz gegeben werden, dass Jugendliche sich verstärkt der anwendungsorientierten Technik und dem Bereich Forschung und Entwicklung widmen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes hatten den Preis mit Unterstützung der Landestechnologiezentren in diesem Jahr zum fünften Mal gemeinsam ausgelobt. Eingereicht wurden in diesem Jahr 27 hochwertige Produkt- oder Verfahrensentwicklungen und technologische Dienstleistungen aus verschiedensten Bereichen der Ernährungsbranche, Fahrzeugtechnik, IT-Dienstleistungen, Messtechnik, Medizintechnik, Materialforschung, Biologie und erneuerbare Energietechnologien. Die Bewerbungen wurden nach Neuheitsgrad, Aktualität und Anwendungsbreite, technischer und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit sowie Marktfähigkeit bewertet.