Dialogforum Einzelhandel

Die Digitalisierung stellt den stationären Einzelhandel des Landes und damit die Händler vor Ort vor große Herausforderungen. Im Rahmen des Dialogforums arbeiten wir Hand in Hand an zukunftsfähigen Strategien, um den Einzelhandel erfolgreich an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

Die einzelnen Händler in ihren Geschäften vor Ort sind das Herz lebendiger Innenstädte und Ortszentren und wichtig für die Versorgung und die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner. Der Online-Handel verändert nicht nur die Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten, sondern die Einzelhandelslandschaft insgesamt: Kunden bestellen zunehmend Waren mit Smartphone, Tablet oder anderen digitalen Endgeräten – unabhängig von Ort und Zeit. Für den stationären Einzelhändler bedeutet das, dass er sich der Herausforderungen der Digitalisierung annehmen muss, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig und modern aufgestellt zu sein.

Prognosen dazu, in welchem Ausmaß sich der Online-Handel auf städtische Zentren, Zentrale Orte und Versorgungsstrukturen unseres Landes auswirkt, können Anhaltspunkte für künftige Handlungsoptionen liefern.

Das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ dient als Plattform für einen breit angelegten Informations- und Diskussionsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Handel, Land, Kommunen, Wissenschaft und Verbrauchern. Unter seinem Dach werden in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten Strategien entwickelt, um den Einzelhandel als Bestandteil lebendiger und zukunftsfähiger Innenstädte und Ortszentren zu sichern.

Hintergrund

Hintergrund

Das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ wurde im Februar 2016 auf Initiative des Handelsverbands Nord als Plattform für einen breit angelegten Informations- und Diskussionsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Handel, Land, Kommunen, Wissenschaft und Verbrauchern gegründet. Gründungsmitglieder waren neben dem federführenden Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern der Handelsverband Nord, die Industrie- und Handelskammern des Landes, der Ostdeutsche Sparkassenverband und die kommunalen Spitzenverbände. Gern gesehen sind weitere Mitstreiter aus Politik, Verwaltung, Einzelhandel, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die sich – unter anderem bei jährlich stattfindenden Veranstaltungen - einbringen und über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Handels-, Stadt- und Regionalstrukturen diskutieren.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat das Thema in ihrer Koalitionsvereinbarung verankert. Dort heißt es:

Die Koalitionspartner wollen die Entwicklung im Einzelhandel durch Onlinehandel und durch den demografischen Wandel im Land mit einer breit angelegten Informationsplattform ‚Dialogforum Einzelhandel‘ zwischen Land, Kommunen, Handel, Wissenschaft und Kunden begleiten. Ziel ist eine zukunftsfähige Einzelhandelsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern. Die attraktiven Innenstädte und Ortszentren und sonstigen Zentralen Versorgungsbereiche sollen dadurch erhalten und gestärkt werden. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung soll der Einzelhandel stärker mit regionalen Anbietern vernetzt werden.

(Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU Mecklenburg-Vorpommern für die 7. Wahlperiode 2016 – 2021; Punkt 147)

Ziele

Ziele

Damit der stationäre Einzelhandel auch in Zukunft wettbewerbsfähig, modern und digital aufgestellt ist, wurde das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ als Diskussions- und Innovationsplattform ins Leben gerufen.

Ziel ist es, den stationären Einzelhandel, der Schlagader und Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in den Innenstädten und Ortszentren darstellt, an die Herausforderungen der Digitalisierung anzupassen.

Die Basis bildet eine Bewertung der aktuellen Einzelhandels- und Versorgungsstruktur in Form einer Handelsstudie. Auf dieser Grundlage will das Dialogforum passende Strategien dazu entwickeln, wie sich die Handelsbranche in Mecklenburg-Vorpommern die Digitalisierung der Märkte und das veränderte Kundenverhalten zu Nutze machen kann.

Im Mittelpunkt stehen der Erfahrungsaustausch und die Wissensvermittlung zu Multi-Channel-Strategien, die die Kunden an die Geschäfte vor Ort binden können. Intelligente Verknüpfungen von Online- und Offlinestrategien und –konzepten sollen helfen, den Einzelhandel wettbewerbs- und zukunftsfähig aufzustellen.

Handelsstudie M-V

Handelsstudie MV

Die Deutschen tätigen heute etwa zehn Prozent ihrer Einkäufe online, Tendenz steigend (Quelle HDE Monitor, 2017). Wie dies allerdings in einzelnen Regionen genau aussieht, dazu gibt es bislang - anders als im stationären Einzelhandel - keine verlässlichen statistischen Daten. Deshalb hat das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Kooperation mit dem Handelsverband Nord, den Industrie- und Handelskammern des Landes sowie dem Ostdeutschen Sparkassenverband 2018 eine Studie mit dem Titel „Bedeutung der Digitalisierung für die Entwicklung der Einzelhandels- und Versorgungsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern“ in Auftrag gegeben. Durchgeführt wird sie von den renommierten Handelsinstituten IFH Köln GmbH in Kooperation mit der BBE Handelsberatung.

Die Studie ist zweigeteilt. Im ersten Teil geht es um die Erarbeitung von Analysedaten. Dafür wird eine umfassende telefonische Kundenbefragung durchgeführt. Anhand ihrer Ergebnisse soll unter anderem das Online-Nutzerverhalten differenziert nach Bevölkerungs-, Alters- und Branchengruppen sowie nach eventuellen Unterschieden zwischen Stadt und Land analysiert werden soll. Die Befragung soll auch aufzeigen, welche Online-Offline-Konzepte in Deutschland und darüber hinaus bereits erfolgreich sind und ob diese sich auf M-V übertragen lassen.

Im zweiten Teil der Studie geht es dann um die Auswertung der Analyseergebnisse und die konzeptionelle Umsetzung. Erwartet werden Aussagen zu folgenden Themenkomplexen:

  • mögliche gemeinsame Präsentationen der lokalen Händler im Netz,
  • Lösungen für die Probleme in den Innenstädten,
  • Zufriedenheit der Einwohner mit den digitalen Angeboten im Handel,
  • Erwartungen der Kunden an einen zukunftsfähigen Handel

Die Gutachter sollen zudem die Online-Umsätze in den einzelnen Branchen ermitteln, differenziert nach Größe und Funktion der Städte. Und auch die Frage, wie der Einzelhandel konzeptionell und personell im Hinblick auf die veränderte digitale Einzelhandelswelt aufgestellt ist und was er tun muss, um sich fit für die Zukunft zu machen, soll die Studie beantworten.

Die Kundenbefragungen durch das Marktforschungsinstitut Foerster und Thelen erfolgen von Mitte Mai bis voraussichtlich Mitte Juli 2018. Erste Untersuchungsergebnisse werden im vierten Quartal 2018 erwartet. Anschließend werden diese im Rahmen einer Veranstaltung des Dialogforums Einzelhandel vorgestellt und diskutiert.

Termine

Bisherige Veranstaltungen

Unter dem Dach des Dialogforums Einzelhandel MV werden regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt.

Partner/Kontakt

Irmtraud Kunkel
Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V
Kai Uwe Teetz
Handelsverband Nord e.V.
Webseite: www.hvnord.de
Stefanie Scharrenbach
Industrie- und Handelskammer zu Schwerin
Kristin Just
Industrie- und Handelskammer zu Schwerin
Peter Volkmann
Industrie- und Handelskammer zu Rostock
Ralf Pfoth
Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg
Lukas Schreier
Ostdeutscher Sparkassenverband