Luft- und Raumfahrtindustrie
Mecklenburg-Vorpommern kann auf eine lange Luftfahrtgeschichte und –tradition zurückblicken. Beispielsweise ist der deutsche Luftfahrtpionier Otto Lilienthal ein Sohn des Landes. Auch fand im Jahr 1939 in Rostock der weltweit erste Flug eines düsengetriebenen Flugzeuges statt.
Anknüpfend an diese Tradition hat sich das Land nach der Wende wieder zu einem attraktiven Standort für die Luft- und Raumfahrtbranche entwickelt.
Derzeit sind im Land mehr als 20 Unternehmen mit etwa 800 Mitarbeitern in der Fertigung von Zulieferteilen und im ingenieurtechnischen Bereich, hauptsächlich für den europäischen Flugzeughersteller Airbus, tätig. Zu den Produkten gehören unter anderem die Beschichtung von Einzelteilen, Brandgassensoren, Spezialschläuche und Spezialvorrichtungen für die Montage bis hin zu speziellen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben.
Ausgehend von der günstigen regionalen Lage zum Luftfahrtzentrum Hamburg, unterstützt durch gezielte Ansiedlungsbegleitung in Kontakt mit Airbus, haben sich in den letzten Jahren etliche mittelständische Zulieferer direkt oder als Tochterfirmen in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Zu den bedeutendsten Vertretern der Branche gehören die Mubea-Gruppe, die RST Rostock System-Technik GmbH, die AERO-Coating GmbH und die AMAS Technology GmbH.
Die Branche profitiert zudem von Kooperationen mit den Maschinen- und Ingenieurtechnischen Bereichen der Universität Rostock, der Hochschule Wismar und der Fachhochschule Stralsund.
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