Preisträger Lilienthal-Designpreis 2013

Die Preisträger des Lilienthal-Designpreises und des Lilienthal-Designförderpreises wurden am 11. Februar 2014 in Wismar ausgezeichnet. Design ist ein entscheidendes Merkmal für die Marktfähigkeit eines Produktes, eines Projektes oder einer Dienstleistung. Insgesamt 59 Beiträge wurden im Wettbewerb eingereicht, davon entfielen 28 Bewerbungen auf den Lilienthal-Designpreis und 31 auf den Lilienthal-Designförderpreis.

Unter allen Teilnehmern konnte sich Marco Pahl in der Kategorie Architektur- und Gesamtgestaltung – Interiordesign als Gewinner des Designpreises durchsetzen für die Konzeption der Dauerausstellung "Kraftwerk Peenemünde" der Historisch-Technischen Museums Peenemünde GmbH. Die Ausstellung definiert das technische Denkmal Kraftwerk selbst als historische Quelle. Die Jury würdigte die neu geschaffenen Möglichkeiten für Besucher, erstmals Bereiche des Bauwerkes, die bisher nicht zugänglich waren, zu begehen, um so eine Vorstellung vom großtechnischen Charakter, dem funktionalen Stil und dem technischen Standard der Anlagen zu vermitteln.

Eine Anerkennung wurde der Diplom-Designerin Rieke Maasch, die in Wismar studiert hat, ausgesprochen, die als Wettbewerbsbeitrag den Entwurf für eine neuartige Gondel einer Windkraftanlage präsentierte. Die Besonderheit: Dem Gestaltungskonzept der Gondel liegt die Überlegung zu Grunde, die natürliche Luftströmung, die durch Rotation der Rotorblätter einer Windkraftanlage entsteht, zur Kühlung zu nutzen und so die elektrische Energie zur Kühlung einzusparen. Zwei optische Elemente formieren die Gondel: Ein eiförmiger, organischer Grundkörper wird von einem ellipsoiden Ring getragen, der die Kühlelemente enthält.

Im Bereich der Nachwuchsdesigner hat sich Felix Lange, ein Student der Hochschule Wismar, im Wettbewerb um den Designförderpreis in der Kategorie Produktdesign durchgesetzt mit seinem Trainings- und Alltagsrollstuhl "Parafree". Der "Parafree" bedient sich in seiner Formensprache sportiver und agiler Elemente. Er nutzt die dreidimensionalen Bewegungseigenschaften der menschlichen Bandscheibe als Hauptthema.

Im Bereich Förderpreis wurde eine Anerkennung ausgesprochen für Richard Stickel in der Kategorie Kommunikations- und Multimediadesign. Der Student der Hochschule Wismar hat das "Wildtiermagazin" – ein interaktives Magazin für Tablets – entworfen. Es zeichnet sich durch ein hohes Maß an Interaktivität aus und ermöglicht dem Nutzer, auf spielerische Art die Welt der Wildtiere zu entdecken und vieles über ihre Lebensweise und Gefährdung zu erfahren.

Die Preisverleihung fand im Anschluss an das 3. Designsymposium der Hochschule Wismar im Technischen Landesmuseum "phanTECHNIKUM" (www.phantechnikum.de) statt.

Informationen zum Lilienthal-Designpreis

Um den Lilienthal-Designpreis können sich Designer und Produktentwickler aus dem Nordosten aber auch Unternehmen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Der Förderpreis richtet sich an Studenten und Absolventen der Fachbereiche Design, Architektur und Innenarchitektur von Ausbildungsstätten im Land.

Dieser Wettbewerb fand 2013 für den Lilienthal-Designpreis zum 16. Mal und für den Lilienthal-Designförderpreis zum 12. Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. Beide Preise werden alle zwei Jahre verliehen und sind mit 3.000 Euro Preisgeld dotiert.

Der Lilienthal-Designpreis, der nach den Anklamer Brüdern Otto und Gustav Lilienthal benannt wurde, wird in den Kategorien Industrial Design, Kommunikations- und Multimediadesign sowie Architektur und Gesamtgestaltung von Bauwerken und Interiordesign ausgelobt. Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus führt den Wettbewerb gemeinsam mit der Hochschule Wismar (www.hs-wismar.de) und dem DesignZentrum Mecklenburg-Vorpommern (www.design-mv.de) durch.